EXPO 2010 Shanghai
Better City - Better life
Mit einem Feuerwerk, größer als zu Beginn der Olympischen Spiele 2008 in Peking, wurde die EXPO 2010 in Shanghai eröffnet. Die Dimensionen der Pyroshow lassen erahnen: China wird mit der Weltausstellung Rekorde brechen. Und genau so war es.
Auf dem Gelände von einer Fläche von 5,3 Quadratkilometern und damit doppelt so groß wie das Areal in Hannover, gelang es China, eine perfekte Show abzuliefern. 242 Aussteller, davon 192 Nationen und 50 internationale Organisationen präsentieren sich unter dem Motto der Weltausstellung „Better City, Better Life“.
Und auch die avisierte Besucherzahl von 70 Millionen scheint keine Utopie: Bereits am 25. Juni, 56 Tage nach der Eröffnung, war die Besucherzahl von 18 Millionen übersprungen. Das war die Anzahl an Menschen, die die Weltausstellung in Hannover insgesamt in fünf Monaten besucht hatten. So war die Rekordmarke, die Montreal 1967 mit 50,3 Mio Besuchern aufgestellt hatte, fest im Visier, Mitte Juli zählte man bereits den dreißig-millionsten Gast. Am Ende der Veranstaltung Ende Oktober hatte es China geschafft, mit einem Besucher-Rekord von 70 Millionen Menschen alles Vorherige in den Schatten zu stellen.
Eine Gruppe von 30 Spezialisten der Live-Kommunikation und des dreidimensionalen Markendesigns begab sich auf eine Studienreise zur EXPO Shanghai um zu sehen, zu vergleichen und sich inspirieren zu lassen.
Die trotz der internationalen Veranstaltung überwiegend chinesischen Besucher der Exop 2010 faszinierte nichts mehr, als der Blick in fremde Länder. Das mag Wartezeiten von vier bis sieben Stunden vor Pavillons, die auf „große Bilder“ setzten (zum Beispiel VAE, Saudi-Arabien oder Kanada), ansatzweise erklären. Durchschnittliche „Langnasen“ würden derartige Wartezeiten in einem Klima, das stark an ein türkisches Dampfbad erinnert, nur nicht so gut riecht, schlicht boykottieren.
Chinesen versuchten den Wartezeiten durch „aktives Anstehen“ ein Schnippchen zu schlagen, was zu starkem Körperkontakt mit gefühlt noch höheren Temperaturen führte und an Eingängen Situationen herrschen ließ, die stark an einen Viehtrieb erinnerten. Wer sich morgens, bevor die Expo ihre Tore geöffnet hatte, in eine der Schlangen begab, brauchte einen ausgesprochen stabilen Kreislauf.
Eindrücke zu den jeweiligen Länder-Präsentationen finden Sie zusammengefasst im nebenstehenden Download-Bereich.
02.02.2011/bj